Die richtige Ernährung - das A und O im Kampf gegen die Zellulite
Die Umstellung auf eine gesunde, ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung ist der erste und entscheidende Schritt hin zu schöner, straffer Haut. Zellulite ist nur mit einer grundsätzlichen Umstellung der Ernährungsgewohnheiten in den Griff zu bekommen. Dabei kann es nicht darum gehen, sich ein Leben lang zu kasteien, es kommt vielmehr auf die richtige Zusammenstellung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten in unserer Nahrung und auf die ausreichende Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen an.
Stress und falsche Eßgewohnheiten
Oft gehen Stress und falsche Eßgewohnheiten miteinander einher. So kommt die vielbeschäftigte Karrierefrau häufig den ganzen Tag nicht zum Essen und nimmt statt dessen in einem späten Abendessen mehr schwerverdauliche Nährstoffe zu sich, als wenn sie sich über den ganzen Tag verteilt drei bis fünf leichte Mahlzeiten gegönnt hätte. Zu unterschätzen sind auch nicht die versteckten Kalorien in den meisten Getränken und vor allem im Alkohol. Auch das hastig hinuntergeschlungene und schlecht gekaute Brötchen am Mittag oder die Pizza im Gehen bekommen Ihrem Organismus schlecht. Nicht wenige greifen dann zu radikalen Hungerkuren, die, wie allgemein bekannt, mehr schaden als nützen. Vor allem das Bindegewebe leidet bei ständigen Abmagerungskuren, gefolgt von Essattacken mit schneller Gewichtszunahme.
Eine entspannte Atmosphäre unterstützt die positiven Wirkungen einer ausgewogenen, gesunden Ernährung und macht den Einstieg leichter.
Warum macht Schokolade dick?
Wussten Sie, dass 150 Gramm Müsli (ca. 600 kcal) mehr Kalorien haben als eine Tafel Vollmilch-Nussschokolade (555 kcal.)? Dass Sie aber von der Schokolade zunehmen und von dem Müsli nicht? Ein Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Mengenverhältnissen von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen. Eine Tafel Schokolade enthält sehr viel Fett (zwischen 30 und 37g). In 150 Gramm Müsli finden sich dagegen nur zwischen 10 und 15 Gramm. Wird das aufgenommene Fett nicht verbrannt bzw. in körpereigene Bausteine umgewandelt, so lagert der Organismus das überschüssige Fett als Speicher oder Depotfett ab, das sich dann z.B. auf den Hüften wieder findet. Kohlenhydrate dagegen, wie im Müsli zu hohen Teilen (ca. 90g pro 150g Müsli) enthalten, werden zu mehr als 20 Prozent vom Körper in Energie umgewandelt. Kohlenhydrate sind also für den Körper viel wertvoller, weil sie viel besser verwertet werden können als Fette. Deshalb sollte Ihre Ernährung möglichst viele Kohlenhydrate und möglichst wenig Fett enthalten.
Schokolade gehört zu den klassischen Dickmachern – ist aber dennoch als Seelentröster oft nicht zu verachten.
Gewichtszunahme durch Hungerkuren
Blitzdiäten bringen in 90 Prozent aller Fälle nur kurzfristige Erfolge. Nicht selten führen sie sogar langfristig zu einer Gewichtszunahme. Das hat psychologische wie medizinische Gründe. Strenge Diäten fordern eine hohe Selbstdisziplin. Körper und Seele kasteien sich während dieser Zeit. Daraus folgt ein natürliches Bedürfnis nach Belohnung für die Quälerei nach Beendigung der Kur. In wahren Heißhungerattacken holt sich der Organismus das wieder zurück, was ihm so rigide entzogen worden war. Das Verlangen nach Süßigkeiten und anderen vorher „verbotenen" Genuss- und Nahrungsmitteln ist naturgemäß nach einer Phase des radikalen Verzichts ungleich größer als zu „normalen" Zeiten. Und schon sind die Pfunde wieder drauf. Hinzu kommt, dass der Organismus auf die geringere Kalorienmenge reagieren muss, um dennoch die lebensnotwendigen Körperfunktionen aufrechterhalten zu können. Er „lernt", mit geringerer Energie auszukommen. Eine Folge davon ist die Verlangsamung des Stoffwechsels - der Körper brennt sozusagen auf Sparflamme. Werden ihm dann ohne eine langsame Aufbauphase (verbunden mit körperlicher Betätigung, während der der Organismus sich auf die erhöhte Energiezufuhr einstellen kann) wieder mehr Kalorien zugeführt, legt er die überschüssige Energie als Fettdepots an. Radikale Gewichtsschwankungen schädigen das Gewebe. Ständiges Ab- und Zunehmen stellt für die Haut eine große Belastung dar. Sie muss sich den permanenten Volumenveränderungen anpassen, worunter ihre Elastizität leidet.
Ein Plädoyer für die gesunde Mischkost
Eine unüberschaubare Vielzahl von Diäten und Ernährungsrichtlinien machen es dem heutigen Verbraucher oft schwer, die richtige Wahl zu treffen. Vollkornkost, Mischkost, Rohkost, vegetarische Kost, Trennkost, Heilfasten, Enzymdiät, Eiweißdiät, Apfeldiät, Reisdiät, Kartoffeldiät. Eine nicht enden wollende Zahl von vermeintlichen Wunderdiäten und Geheimtipps, mit denen wir die lästigen Figurprobleme endlich in den Griff zu bekommen hoffen, werden tagtäglich in Zeitungen und Zeitschriften angepriesen. Aber leider halten sie nur in den seltensten Fällen, was sie versprechen. Für welche Ernährungsweise Sie sich auch immer entscheiden, grundsätzlich gilt, dass jede einseitige Ernährung schadet. Eine gesunde Mischkost dagegen versorgt den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen und führt ihm genügend Kalorien zu, nicht zuviel und nicht zuwenig. Über- und Untergewicht sind ebenso wie viele ernährungsbedingte Krankheiten auf eine unausgewogene Nahrungszusammenstellung zurückzuführen, die aus einem Missverhältnis der Nährstoffe untereinander herrührt - zuviel Fett, zuwenig Kohlenhydrate und Eiweiße.
Fetthaltige Nahrungsmittel wie Butter, Fleisch und Käse werden im Übermaß genossen im Körper zu Fettgewebe. Kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Gemüse und Vollkornprodukte bilden festes Gewebe.
Normal- und Idealgewicht
Die gängigste und einfachste Methode zur Ermittlung des Normal- bzw. Idealgewichtes geht auf den französischen Arzt Dr. Broca zurück. Der so genannte Broca-Index ermittelt das Normalgewicht, indem man von der Körpergröße in Zentimetern die Zahl 100 subtrahiert. So darf nach dieser Berechnungsmethode eine erwachsene Person mit einer Körpergröße von 175 cm 75 Kilogramm wiegen. Übergewicht liegt nach dieser Formel dann vor, wenn das Normalgewicht um 15 bis 20 Prozent überschritten wird. Die gleiche Person würde also ab einem Gewicht von 86,2 Kilogramm als übergewichtig gelten. Das Idealgewicht errechnet sich nach der Broca-Methode, indem bei Männern 10% und bei Frauen 10 bis 15% vom Normalgewicht abgezogen werden.
Aus medizinischer Sicht sind die strengen Idealgewichtskriterien nach Broca heute umstritten. Mittlerweile gelten normalgewichtige Menschen als gesünder.
Natürlich sind diese Maße nur Richtwerte, d.h., wer einen starken Knochenbau hat und sehr muskulös ist, darf 5 % mehr wiegen als in der Tabelle angegeben. Bei einem sehr leichten „leptosomen" Körperbau dagegen können 5% abgezogen werden, ohne dass der Betreffende deswegen untergewichtig genannt werden muss. Abgesehen von diesen Richtwerten hat jeder Mensch ein individuelles Idealgewicht (das so genannte Set-Point-Gewicht), das sich bei einer dauerhaft ausgewogenen Ernährung ganz von selbst einstellt und auch problemlos gehalten werden kann. Eine durchschnittlich schlanke Frau kann nur dann die Zerbrechlichkeit und Zierlichkeit eines Models erreichen, wenn sie ständig Diät hält. Ebenso wird ein molliger Typ ohne Selbstkasteiung nie eine dauerhaft schlanke Linie halten können. Das ist aber noch lange kein Grund zur Resignation. Es sei denn, Sie wollen Ihr Leben lang einem abstrakten, von der Mode diktierten Ideal hinterherjagen. Der erste Schritt hin zu einem gesunden, schönen Körper ist, ihn zu akzeptieren, wie er von Natur aus ist. Wenn Ihnen das gelingt, werden Sie Ihre individuelle Schönheit entdecken und diese gezielt mit richtiger Ernährung, Pflege und Sport entfalten können.
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